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sanja

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..um es mit den Worten von PUR auszudrücken.

Lang, lang ist’s her, dass Ihr von mir etwas lesen konntet.

Eine gewisse Lethargie hat mich ergriffen, angefangen im Juli, als meine geliebte Katze Luna, operiert werden muste. Sie hatte leider einen Tumur, der mit der Bauchdecke verwachsen war. Zunächst sah es gut aus, doch dann, knappe 4 Wochen später, ging es ihr wieder sehr schlecht, sodaß wir sie leider, leider einschläfern lassen mussten.

In den darauf folgenden Tagen schlichen mein Mann und ich gleichermaßen wie benommen durch die Wohnung: alles erninnerte doch an Luna. Sie fehlte! Sie fehlte in Allem! Und doch merkten wir allmählich, wie sehr uns die kleine Dame im Griff hatte:

  • Jetzt konnten wir plötzlich wieder Blumen auf die Fensterbank oder den Tisch stellen – beides wurde mal mehr, mal weniger, von ihr okkupiert.
  • wir konnten wieder im Gästeklo die Klopapierrolle aufhängen – zuvor hatte Luna sie regelmäßig abgerollt und im ganzen Raum inkl. Flur verteilt.
  • wir KÖNNTEN unsere Jacken wieder an die Garderobe hängen, wenn wir noch eine hätten, da Luna nicht mehr an den Jacken hoch klettern konnte
  • im Badezimmer konnte ich meinen Bademantel wieder an den Haken hängen, ohne dass Madame an ihm hochklettert und von da aus in die Dusche springt
  • mein Mann kann Nachts wieder durchschlafen (ich hatte da bisher weniger Probleme – wenn ich schlafe, dann schlafe ich..), da niemand mehr den Papierkorb ausräumt und den Inhalt die Treppe hinunterwirft

 

aber:

  • wir werden auch ihre unmöglichen Schlafpositionen vermissen
  • ihr „MAKAO“ und „MäckMäck“ vermissen
  • ihre „Schnuffeligkeit“ in allen Lebenslagen vermissen – sie war so verschmust!

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Sie wird uns weiterhin sehr fehlen!

 

Tja, dann haben wir uns noch ein neues Auto gekauft und kurz danach ging es in Urlaub und schwupps sind 2 Monate vergangen – echt Wahnsinn!

Doch jetzt werdet Ihr wieder regelmäßig von mir hören. Bald geht es zu Buchmesse – vielleicht werde ich den Ein- oder Anderen unter Euch dort treffen.

Gelesen habe ich in der letzten Zeit nicht wirklich, aber auch hier wird es in Zukunft wieder mehr von der Front zu berichten geben.

 

Bis bald,

sanja

 

 

2013-07-21 13.44.36

Gestern war es soweit und wir haben uns auf den Weg nach Cronenberg zum Tic-Theater gemacht. Es ist einige Jahre her, dass ich das letzte Mal hier war.

Ab 19.30 Uhr konnte man sich seine vorreservierten Karten abholen und noch eine kleine Erfrischung zu sich nehmen.

Um kurz nach 20:00 Uhr, als alle 72 Plätze belegt waren, ging es los. Ich war sehr gespannt auf das Stück, hatte ich doch das Buch gelesen und konnte mir nicht vorstellen, wie dies auf der kleinen Bühne umgesetzt werden konnte, da die Geschichte an vielen verschiedenen Orten spielt. Doch ich wurde nicht enttäuscht. Man hatte sich an die kleinen Räumlichkeiten angepasst und ein sehr praktisches und vor allem wandelbares Bühnenbild erschaffen, sodaß jeweils nur wenige Handgriffe nötig waren, um den Zuschauer an einen anderen Ort zu geleiten.
Mein absolutes Highlight war die Diskokugel, die von Eric (Alexander Bangen) kurzerhand über ein Schienensystem mit auf die Bühne gezogen wurde.

Achja, zum Thema Szenenwechsel: auch hier hat sich das Team alle Mühe gegeben. Die vielen Rückblenden wurden gekonnt vom Rest der Handlung mittels anderer Lichverhältnise getrennt. Auch dies hat mir sehr gut gefallen.

Wer das Buch oder Stück nicht kennt, sollte sich dies nicht entgehen lassen. Es handelt sich hierbei um eine kleine feine und vielleicht auch ein wenig romantische Sommerkomödie.

Die Geschichte handelt von Charlotte, der urplötzlich gekündigt wurde. Doch damit nicht genug, eröffnet ihr Hin-und-wieder-mal-Mann ihr, dass er heiraten werde und sie sich nicht mehr treffen könnten und ihre Mutter geht auf Robbenjagd mit einem Eisbrecher-Kapitän in Grönland und schickt merkwürdige SMS. Wie es der Zufall so will, lernt sie gerade in dieser Zeit ihren Traummann kennen, doch der ist Familenvater und hält Charlotte für eine toughe Alleinerziehende! Hier ist der Stress für Charlotte und der Spaß für den Zuschauer schon vorprogrammiert.

Das gesamte Stück wurde durch 5 Personen getragen, die teilweise mehrere Rollen einnahmen: Sabine Henke (als Charlotte), Teresa Schulz (u.a. als Freundin Mona und Sarah-Nadine), Beril Erogullari (u.a. als Freundin Trine), Henning Flüsloh (als Marc) und Alexander Bangen (als Eric).

Von mir gibt es daher „Daumen hoch“ für diese originelle Umsetzung!

Da es mir so gut gefallen hat, werde ich wohl mal wieder öfter ins Tic gehen und habe mir als nächstes Stück „My Fair Lady“ ausgesucht.

sanja

Die Bestimmung
Veronica Roth – Die Bestimmung
cbt
480 Seiten
ISBN: 9783570161319
17,99 €

Zur Autorin:
Veronica Roth lebt in Chicago und studierte dort Creative Writing. Noch während ihres Studiums schrieb sie den Roman, der später als „Die Bestimmung“ weltweit die Bestsellerlisten stürmte.

Zum Buch:
Die 16-jährige Beatrice lebt in einer Welt, die in unterschiedliche Fraktionen eingeteilt ist:
Altruan – die Selbstlosen
Candor – die Freimütigen
Ken – die Wissenden
Amite – die Friedfertigen
und Ferox – die Furchtlosen

Nun muss sie sich entscheiden, zu welcher Fraktion sie in Zukunft gehören will: Bleibt sie bei den Altruan, wo sie geboren wurde und wo ihre gesamte Famile lebt oder entschließt sie sich, ihre alte Fraktion zu verlassen und fortan ein anderes Leben zu führen und damit ihrer Familie den Rücken zu kehren?

Der Eignungstest, dem sie sich unterziehen muss und der eigentlich bei der Entscheidung helfen soll, gibt nur noch mehr Rätsel auf. Sie kann keiner Fraktion deutlich zugeordnet werden und gilt somit als Unbestimmte. Doch gerade die Unbestimmten gelten als unberechenbar und bilden damit eine Gefahr für die ganze Gemeinschaft…

Meine Meinung:
Beatrice hat es nicht leicht. Sie fühlt sich in ihrer Fraktion – den Altruan, die stets selbstlos handeln, nicht widersprechen und ihr ganzes Leben auf Andere aurichten, nicht zugehörig. Doch nun wird sie sich entscheiden müssen: Bleibt sie bei ihrer Familie und den Altruan, wird sie ihr ganzes Leben für andere aufopfern und damit nie ein selbstbestimmtes Leben führen oder verlässt sie die Altruan, um sich einer anderen Fraktion zuzuwenden? Eine Fraktion, in der sie niemanden kennt und auch alle dort zu befolgenden Regeln neu erlernen muss?
Schon seit geraumer Zeit beobachtet sie heimlich die Ferox – sie sind mutig, schnell und rsikieren täglich ihr Leben bei waghalsigen Stunts. Doch ist Beatrice mutig genug, gegen ihren Vater aufzubegehren und einfach alles hinter sich zu lassen?

Der Eignungstest zeigt keine eindeutige Fähigkeiten für eine bestimmte Fraktion – sie gilt daher als Unbestimmt. Doch warum sagt ihr Tori, die Betreuerin, die den Test begleitet hat, sie soll niemanden etwas davon erzählen? Warum sollte ihr dieses Wissen gefährlich werden können?

Und dann überrascht Betrice nicht nur sich selbst, in dem sie sich für die Ferox entscheidet. Schon am ersten Tag muss sie ihren Mut beweisen und erntet dafür Applaus. Doch die Ausbildung der Ferox ist hart und nur die Besten können bestehen – der Rest wird zu Fraktionslosen ernannt und muss sein Leben außerhalb der Gesellschaft führen. So ist es nicht vermunderlich, dass so mancher Konkurrent zu gefährlichen und unlauteren Mitteln greift. Beatrice, die sich von nun an Tris nennt, steht von Anfang an auf der Abschussliste und kämpft daher um so härter. An ihrer Seite: der junge Ausbilder Four – der ein dunkles Geheimnis in sich trägt. Die beiden verlieben sich ineinander und schon bald wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt, als ihre ganze Welt auseinanderzubrechen droht.

Der erste Teil der „Divergent-Reihe“ um Tris und Four ist unheimlich spannend und packend. Die Kampfszenen sind sehr eindrucksvoll. Die Beschreibung der Angsträume, in denen die Ferox-Anwärter ihren eigenen Ängsten gegenüberstehen und diese überwinden müssen, lassen den Leser schaudern. Wer will denn schon seiner größten Angst ins Auge sehen?

Die Handlung steigert sich von Seite zu Seite und ist ein wahrer Pageturner. Manches mal jedoch sind die Beschreibungen der Gewaltszenen zu brutal – immerhin ist das Buch ab 14 ausgewiesen.

Fazit: Die Bestimmung ist der packende Auftakt einer Dystopie, die den Leser geradezu ans Buch fesselt und hineinzieht in eine bittere Zukunftsvision.
Für welche Fraktion würdest Du Dich entscheiden?

sanja