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sanja

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Fantasy-Jugendbücher zählen tatsächlich zu meinem neuen Lieblings-Genre.  Aus der Bibi ausgeliehen habe ich dieses hier.

Die Aufmachung finde ich sehr schön. Das Cover ist metallisch angehaucht – wie Silberlicht und innen beginnt jedes Kapitel mit ausreichend Verschnörkelungen. Sehr schööööön!

Die Sprache macht für mich den größten Reiz aus. Sehr detailliert, aber melancholisch und vor allem poetisch beschreibt die Autorin die aufkeimende Liebe zwischen den Lichtgestalten Helen und James.

Und darum geht es:
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden. Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und … er lächelt! Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt … Helen und James – das neue Traumpaar der übersinnlichen Welt!

sanja

lohnt sich nicht, oder?

Ferdinand von Schirach – Verbrechen:

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht.

Ich habe das Buch im Rahmen meines Bücherwürmer-Buchclubs gelesen. Es enthält 11 Kurzgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mord, Diebstahl sogar um Liebe geht es in diesen Fällen, bei denen von Schirach jeweils aus seinem Nähkästchen, äh, seiner Kanzlei plaudert. Nichts kommt hier zu kurz.

Auf mich wirkte dieses Buch zwar klar und nüchtern erzählt, trotzdem zeichnete von Schirach die Personen und Geschehnisse glaubwürdig und authentisch.

Manche Fälle mögen absurd scheinen, aber das wirkliche Leben ist wohl tatsächlich spannender, als jeder Krimi!

Die Fälle sind kurz und gut zu lesen, manchmal lasen sie sich schon zu schnell. Probleme hatte ich nur ganz kurz zu Beginn eines jeden neuen Falles. Es fiel mir anfangs schwer, mich auf den neuen Fall, neue Personen, Taten und Geschehnisse einzulassen, da ich in Gedanken, noch dem letzten Fall nachhing. Man konnte aber trotzdem mal eben zwischendurch einen Fall gut lesen. Kleine Exkurse ich Sachen deutsches Rechtssystem inklusive.

Für mich bleibt jedoch die Frage: Was ist hinzugedichtet, was echt? Aufgrund seiner anwaltlichen Schweigepflicht, werden sich die Fälle nicht genauso zugetragen haben, oder?

Auf jeden Fall ist „Verbrechen“ ein spannendes Erstlingswerk. Ich danke für diese kurzweiligen, ganz und gar unterschiedlichen Fälle und freu mich schon jetzt schon auf den Nachfolgeband.

Abschliessend möchte ich noch erwähnen, dass die Verfilmung bereits in Vorbereitung ist. Auf die Umsetzung darf man wohl gespannt sein!

sanja

mit einem 12-km-Marsch!!!!

Nachdem wir bei meinem Bruder und seiner Familie gefeiert haben und natürlich gut ins neue Jahr gekommen sind, wollten wir uns verabschieden und ein Taxi nach Hause nehmen. Das war in den letzten Jahren kein Problem, stellte sich aber dieses Jahr als ein unüberwindbares heraus…  Wir konnten weder ein vorbeifahrendes Taxi ergattern, da die alle im Einsatz waren, noch telefonisch die Taxi-Zentrale erreichen, da diese NONstop besetzt war.

So blieb uns nichts anderes übrig, als los zu marschieren. Zuerst hatten wir noch Hoffnung auf ein Taxi, aber mit jedem Schritt verschwand diese. Nicht nur Schnee und Eis liessen uns jeden Schritt zentnerschwer erscheinen, auch der Nebel machte uns übel zu schaffen. Aber nach einem Durchhänger, hatten wir doch alle unseren Humor wieder gefunden und konnten sogar Witze machen.

Wir marschierten und marschierten und nach ca. 12 km und ca. 4,5 Stunden, sind wir tatsächlich um 7.45 Uhr zu Hause angekommen. Todmüde fielen wir ins Bett.

Mit so einem wackeren Marsch ist wohl keiner ins neue Jahr gerutscht – ähem, gelaufen.

Bleibt die Frage: Machen wir es zum nächsten Jahreswechsel wieder? Interessenten können sich gerne mit uns in Verbindung setzen.

Am Ende möchte ich vor meinen Eltern den Hut ziehen, die wacker mit marschiert sind!

Unterwegs kam mir in den Sinn, ich könnte doch mal wieder „Todsmarsch“ von Richard Bachman alias Stephen King lesen. Wer es nicht kennt, es handelt von einer Gruppe Jugendlicher, die bei einem jährlichen Todesmarsch mit machen. Sie werden gzwungen zu laufen, Tag und Nacht. Wer eine kurze Pause einlegt, wird verwarnt. Nach der 3. Warnung, wird derjenige erschossen. Unverkennbar Stephen King! Jedenfalls werde ich das Buch beim nächten Mal mit ganz anderen Augen lesen!

sanja