[Rezension]: Ferdinand von Schirach – Verbrechen…

lohnt sich nicht, oder?

Ferdinand von Schirach – Verbrechen:

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht.

Ich habe das Buch im Rahmen meines Bücherwürmer-Buchclubs gelesen. Es enthält 11 Kurzgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Mord, Diebstahl sogar um Liebe geht es in diesen Fällen, bei denen von Schirach jeweils aus seinem Nähkästchen, äh, seiner Kanzlei plaudert. Nichts kommt hier zu kurz.

Auf mich wirkte dieses Buch zwar klar und nüchtern erzählt, trotzdem zeichnete von Schirach die Personen und Geschehnisse glaubwürdig und authentisch.

Manche Fälle mögen absurd scheinen, aber das wirkliche Leben ist wohl tatsächlich spannender, als jeder Krimi!

Die Fälle sind kurz und gut zu lesen, manchmal lasen sie sich schon zu schnell. Probleme hatte ich nur ganz kurz zu Beginn eines jeden neuen Falles. Es fiel mir anfangs schwer, mich auf den neuen Fall, neue Personen, Taten und Geschehnisse einzulassen, da ich in Gedanken, noch dem letzten Fall nachhing. Man konnte aber trotzdem mal eben zwischendurch einen Fall gut lesen. Kleine Exkurse ich Sachen deutsches Rechtssystem inklusive.

Für mich bleibt jedoch die Frage: Was ist hinzugedichtet, was echt? Aufgrund seiner anwaltlichen Schweigepflicht, werden sich die Fälle nicht genauso zugetragen haben, oder?

Auf jeden Fall ist “Verbrechen” ein spannendes Erstlingswerk. Ich danke für diese kurzweiligen, ganz und gar unterschiedlichen Fälle und freu mich schon jetzt schon auf den Nachfolgeband.

Abschliessend möchte ich noch erwähnen, dass die Verfilmung bereits in Vorbereitung ist. Auf die Umsetzung darf man wohl gespannt sein!

Von mir gibt es 4 von 5 Punkten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.