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sanja

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Es ist wieder Montag und damit Zeit für die Montagsfrage von Libromanie.

 

Ich muss nicht unbedingt immer ein Happy End haben. Es gibt ja auch Bücher und Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen, die einfach kein Happy End haben und deswegen nicht schlecht sind.

Es muss zur Handlung passen. Auch ein offenes Ende finde ich durchaus lohnenswert, wenn man mit anderen darüber spekulieren kann, wie dies wohl gemeint ist. Ein anderer Blick auf die Dinge kann hier durchaus interessant sein.

Wie ist es bei Euch? Müsst Ihr immer ein Happy End haben?

sanja

 

Nachdem die liebe Stephanie Leo vor einer Zeit die Aktion #bookupDE ins Leben rief (was dies genau ist, wird hier erklärt), gab es gestern das erste #bookupDE in Kombination mit einem Bücherwürmer- und Bloggertreffen bei der Buchhandlung Schmitz-Junior in Essen Werden.

Von der Buchhandlung hatte ich bisher nur gehört und habe es leider nie dorthin geschafft. Ein Grund mehr sich auf den Weg zu machen, zu einem ausgedehnten Streifzug durch die Regale und das ganze noch mit Verpflegung und Beratung nach Ladenschluss.

Treffpunkt war um 13.45 Uhr die Buchhandlung. Viel zu früh kam ich dort an. Da an diesem Wochenende die Bahn in Wuppertal nicht fuhr, weil am Stellwerk gearbeitet wurde, habe ich kurzerhand das Auto genommen. Ich hatte ein bisschen mehr Zeit eingeplant, da ich nicht zu spät kommen wollte. Doch ich war viel zu früh vor Ort. Die Zeit habe ich mir mit einem leckeren Eis vertrieben 😉

Nach und nach trudelten weitere Buchbegeisterte ein und der Platz vor dem Laden füllte sich. Kurz nach 14.00 Uhr haben wir dann den Laden gestürmt und wurden mit offenen Armen empfangen (danke noch einmal dafür!).

Gespannte Zuhörer bei der Begrüßung

 

Es wurde nach Herzenslust gequatscht, Meinungen ausgetauscht, Fotos gemacht, Kaffee getrunken, geknabbert und vieles mehr. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Die tollen Bücher vom neu gegründeten Verlag Magellan waren natürlich auch vorhanden

Mein besonderer Dank an dieser Stelle gilt auch Annette Langen, der Schöpferin von Felix (wer kennt ihn nicht und hat seine Abenteuer als Kind verschlungen?), die sich auf den Weg gemacht hat, um sich mit vielen buchverrückten auszutauschen und einige Autogramme verteilt hat. Ich danke Dir sehr, für die tolle Unterhaltung und freue mich auf jeden weiteren Kontakt!

Annette Langen stellt ihr neues Buch einem ausgewählten Publikum vor.

Am Ende gab es noch ein Gruppenfoto (das findet Ihr auf der Seite von Mandy) und jeder hat den Buchladen mit vollbepackten Tüten verlassen. Tolle Geschenke in Form von Notizbüchern, Lesezeichen und Aufklebern gab es obendrein.
Liebe Stephanie, liebe Mandy und liebes Schmitz-Junior-Team: vielen Dank für den gelungenen Start einer tollen Aktion, die Ihr mit viel Liebe zu etwas ganz besonderem gemacht habt <3! Ich freue mich auf alle weiteren #bookupDE Treffen und werde versuchen hierfür immer einen Platz in meinem Kalender freizuhalten.

Viele neue Schätze habe ich mitgebracht und Felix wurde natürlich signiert 🙂

 

Weitere Termine sind bereits geplant oder in Vorbereitung. Freuen darf man sich u.a. auf:

  • 14.08. – Buchhandlung anakoluth, Berlin
  • 28.08. – Schillerbuchhandlung, Stuttgart
  • 30.08. – Buchladen Neusser Str., Köln
  • 11.09. – ocelot, Berlin
  • 26.09. – Büchereck Niendorf, Hamburg
  • 23.10. – Stadtbibliothek Hilden

In Vorbereitung:

  • Peter Hammer Verlag, Wuppertal
  • Verlag Das wilde Dutzend, Berlin
  • Verlag Coppenrath, Münster
  • NordSüd Verlag, Zürich

sanja

Nina Vogt-Østli – Der Tag wird kommen

Coppenrath
240 Seiten
ISBN: 978-3-649-61386-1


Zu der Autorin:

Nina Vogt-Østli wurde im Jahre 1972 geboren und lebt mit ihrer Familie in Oslo. Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaft, arbeitete sie viele Jahre als Online-Redakteurin. „Der Tag wird kommen“ ist ihr erster Jugendroman, der bereits vor den Attentaten von Anders-Behring Breivik entstand.


Das passiert:

Hans-Petter hat es nicht leicht. Er lebt allein mit seiner Mutter und führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Er hat keine Freunde und wird zu dem noch von den Klassenkameraden gemoppt. Er ist das perfekte Opfer: ruhig und introvertiert, begehrt nicht auf. Doch eines Tages beginnt sein Lehrer ausgerechnet eine Beziehung mit seiner Mutter und er erfährt, dass ihn sein Vater niemals wollte. Zeitgleich chattet er mit einem unbekannten Mädchen namens Fera. Sie hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen und ist mysteriös, sondern sie ist auch jemand, dem sich Hans-Petter endlich einmal anvertrauen kann. Und dann geschieht die eine Sache, die sein Leben plötzlich total verändert und sein Blatt zu wenden scheint. Doch ist es das, was er wirklich will?


Meine Meinung:

Zugegeben, ich hatte mir vom Buch anhand des Klappentextes und der Zusammenhänge mit Norwegen etwas völlig anderes erwartet. Trotzdem ist die tatsächliche Handlung keinesfalls schlecht. Im Gegenteil: das Buch regt zum Nachdenken an und bietet genug Zündstoff, um die Frage zu erörtern, ob jemand böse geboren wird oder aufgrund äußerer Einflüsse und Lebensumstände erst böse wird.

Gut und Böse – die Rollen scheinen zunächst klar verteilt: Hans-Petter ist der Gute. Er will einfach nur sein Leben leben und nicht mehr nur das Opfer sein. Andreas hingegeben, ist als Erzfeind und klassischer Raufbold, das genaue Gegenteil. Er sucht sich seine Opfer und schikaniert sie bis an die Grenze. Andreas hat einige Kumpel um sich gescharrt, die seinem Beispiel gern folgen. Selten kommt Hans-Petter glimpflich davon.

Zu Hause flüchtet er sich in seine eigene Welt, schaut Filme mit der Mutter oder zockt sich durch sämtliche Videospiele. Eines Tages erhält er eine Nachricht von der geheimnisvollen Fera, die ihn irgendwie zu kennen scheint. Doch nicht nur das, sie kennt auch Andreas. Woher? Auf die Frage gibt es bis kurz vor Ende keine Antwort. Doch diese kommt dann so gewaltig daher, das sie mich als Leser schier umgehauen hat. Plötzlich wird das eigene Weltbild noch einmal von einer völlig anderen Seite beleuchtet.

Hans-Petter, der es endlich wagt, eine freundschaftliche Beziehung einzugehen, ist von Fera fasziniert und doch hält er sie für irre, denn sie erzählt ihm von einer verheerenden Katastrophe, die beinahe die Menschheit ausgerottet hätte und das sie in der Zukunft lebe. Doch Hans-Petter hat soviel Freude an dem Kontakt, dass ihn die kleine „Macke“ nicht davon abhält, weiterhin mit ihr zu chatten.

Wer ist gut, wer ist böse und warum? Das sind die zentralen Fragen, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung ziehen. Doch schlussendlich ist es Fera, die allen eine Nasenlänge voraus ist und Antworten auf Fragen parat hat, die gar nicht gestellt wurden.


Fazit:

Ein packendes Jugendbuch zu einem ernsten Thema, dass man unbedingt gelesen haben muss!

sanja