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Am Mittwoch ist Feiertag, der Tag der deutschen Einheit. Wer nicht weiß, warum ein Feiertag ist, findet die Antwort hier.

Die liebe ThatYvo hat anlässlich dieses Feiertags zu einem Lesemarathon aufgerufen und ich bin natürlich dabei.

Ab Dienstag, den 02.10.2012 um 20.00 Uhr kann nach herzenslust gelesen werden. Der Schlußpfiff ertönt dann am Mittwoch, den 03.10.2012 um 24.00 Uhr.

Ganz so lang werde ich nicht durchhalten, da ich am Donnerstag wieder zur Arbeit muss, aber wir werden sehen.

Getwittert wird unter dem Hashtag #elm (Einheits-Lese-Marathon) und es werden zwischendurch immer ein paar Fragen gestellt.

Auf dem Plan stehen bei mir die beiden Bücher, die ich gerade lese, und zwar: „Abgeschnitten“ von Fitzek und Tsokos sowie „Die unglaubliche Reise des Smithy Ide“ von Ron McLarty, dass ich bis Freitag gelesen haben muss.

Wer macht noch mit?

sanja

Am 17.04.12 war es soweit: Die Lesung von Christopher Paolini in der Mayerschen in Köln. Ich hatte zwei Karten für mich und meinen Mann reservieren lassen. Oder meinen Pressefotografen, wie ich ihn gerne bei so einem Event zu nennen pflege, denn er trägt die ehrenvolle Aufgabe alles an diesem Abend in Bild und vielleicht auch Ton festzuhalten.

Die Sitzplätze sind schnell ausgemacht: Ganz hinten in der letzten Reihe. Damit mein „Pressefotograf“ zwischendurch aufstehen kann, um günstige Fotos zu schießen und doch niemanden stört. Trotzdem muss auch ich freies Blickfeld auf die Bühne haben. Die Plätze an diesem Abend waren perfekt.

Nach und nach füllen sich die Plätze. Neben mir nehmen zwei pubertierende Jungs Platz, die vielleicht 13 Jahre alt sind. Ich lasse den Blick durch die Reihen vor mir schweifen und entdecke immer mehr Kids und Teenager, manche in Begleitung ihrer Eltern oder mit Freunden. Alle unterhalten sich aufgeregt und ich denke: Vielleicht hätte ich doch mal eines der Bücher vorher lesen sollen?

Die Zeit vergeht. Pünktlich um 20.15 Uhr fahren die drei, die kurze Zeit später die Bühne betreten sollen, hinter uns die Rolltreppe hoch und ich flüstere meinem Mann zu: Da issser ja! Auch mich ergreift eine gewisse Ehrfurcht. Denn ich muss zugeben, dieser junge Mann hat wahrhaft schon Großes geleistet.

Unter wildem Applaus begeben sich die drei Angekündigten auf die Bühne. Zunächst ist da Marc Langebeck, Moderator der Kika-Sendung „quergelesen“. In der Mitte nimmt Christopher Paolini Platz und rechts Außen sitzt Andreas Fröhlich, der nicht nur die Hörbücher eingelesen hat, sondern den meissten sicherlich besser bekannt ist als Bob Andrews, 3. Detektiv und verantwortlich für Recherchen und Archiv im Bunde der ???.

Der Abend beginnt mit einer lockeren Unterhaltung.  Dann liess sich Christopher Paolini das zweite Buch von Eragon von einem bzw. zwei Personen aus dem Publikum bringen und las einen kurzen Abschnitt in der Sprache der Elfen vor. Es war merkwürdig dies zu hören. Jedenfalls für mich, da ich die Bücher ja nicht kannte. Marc Langebeck fragte nun, mehr aus Jux, denn aus Interesse, ob das denn jemand übersetzen könne. Und tatsächlich: ein Junge, den ich zwar nicht sehen, aber von meinem Platz aus die Übersetzung vortragen höre, war dazu in der Lage. Dafür war ihm der Applaus des Publikums sicher. Später trug Christopher Paolini noch einen Absatz in zwergisch vor und erläuterte die Besonderheiten dieser beiden Sprachen. Doch dieses Mal konnte niemand übersetzen.

Dann war Andreas Fröhlich an der Reihe. Er wurde gefragt, was denn seiner Meinung nach am schwierigsten beim Einsprechen des Hörbuches war. Er antwortete: die Spannung konsequent beizubehalten! Immerhin hätte 90 CD’s eingesprochen. Davon jeweils 2 pro Tag.

Schließlich kamen wir zum eigentlichen Teil des Abends: der Lesung. Christopher Paolini, krempelte seine Ärmel hoch, stand auf, nahm das Buch in die eine Hand, das Mikro in die Andere und begann mit sonorer Stimme auf Seite 36 vorzulesen.

Er machte dies so perfekt, wie ein Schauspieler auf der Bühne, der mit Inbrunst um den Erhalt der Rolle kämpfte. So eine Lesung hatte ich noch nie erlebt! Man merkte dem Autor regelrecht die Begeisterung seines Werkes an. Trotz der ganzen Jahre, die er bereits an diesem Projekt gearbeitet hat, schien er mittdrin zu stehen.

Er schloß seinen Vortrag mit den Worten: „Does he live, does he die – read chapter 2!“.

Es wurde noch eine Unterhaltung geführt. Dann war Andreas Fröhlich an der Reihe und las einen deutschen Auszug aus dem Buch vor. Ja, auch ihm merkt man sein Talet an. Obwohl ich ihn seit meiner Kindheit nur als Bob Andrews kenne und jeden Abend (unter anderem) mit ihm ins Bett gehe, komme ich nicht umhin ihn dafür zu bewundern, welche Vielseitigkeit in seiner Stimme steckt.

Danach wurden noch Fragen aus dem Publikum gestellt und beantwortet. Auch hier konnte man wieder die Begeisterung von Christopher Paolini spüren. Jede noch so kleine Frage konnte er ohne zu Zögern beantworten. Da ich leider die Bücher nicht kenne, kann ich hier nicht näher auf den Inhalt eingehen.

Nach dem alle Fragen beantwortet schienen, bedankte sich Marc Langebeck  bei Christopher Paolini und Andreas Fröhlich und wünschte allen einen schönen Abend.

Im Anschluß an die Lesung gab es wie üblich zwei Etagen tiefer eine Signierstunde mit Christopher Paolini, als auch mit Andreas Fröhlich. Mist, dachte ich, mir fiel wieder ein, dass ich doch 1-2 ???-CD’s mitnehmen wollte.

Christopher Paolini hielt mit jedem noch einen kurzen Smalltalk. Als ich an der Reihe war, fragte er mich, ob mir denn seine Bücher gefallen hätten und ich sagte erhrlicherweise, dass ich noch kein Einziges gelesen hätte. Das ließ nicht nur den Autor selbst, sondern auch die beiden Damen aufblicken, die neben ihm saßen und die Bücher aufschlugen bzw. mit Namenszettelchen versahen. Ich versprach, dass ich dies gewiss nacholen würde. Dann war der Abend auch schon vorüber.

In Erinnung bleibt mir jedoch ein äußerst lockerer, symphatischer und vor allem witziger Autor, der es wie ein Entertainer versteht, sein Publikum zu fesseln und mit solcher Begeisterung über seine Werke zu sprechen, die seinesgleichen sucht. Danke, Christopher Paolini für den wunderbaren Abend und ja, den ersten Band habe ich nun auch bestellt, damit ich mein Versprechen einhalten kann.

sanja

Ich hatte es ja bereits vor einigen Tagen angekündigt: Ich hatte tatsächlich Karten für die Lesung von Lars Kepler in Bonn bei Bastei Luebbe gewonnen!!

Auf die Lesung war ich sehr neugierig, versprach sie doch eine nicht gewöhnliche zu werden. Es sollten muskalische Stücke dargeboten werden und auch Wolfram Kons als Moderator sollte mit von der Partie sein.

Wir, mein Mann und ich, sind also Freitag-Nachmittag in Richtung Bonn aufgebrochen. Trotz mehreren Staus, zeigte uns das Navi an, dass wir um 17.30 dort sein sollten. Erst um 18.30 Uhr  sollte der Einlass sein und somit blieb noch genug Zeit um etwas zu Essen. Dachten wir.

Auf der Autobahn ging noch alles glatt, als wir dann aber in Bonn ankamen, verflog meine Euphorie, denn die Stadt hat wirklich ein chaotisches Verkehrssystem! Wir brauchten für das letzte Stücken mehr als eine dreiviertel Stunde und kamen so erst um 18.15 Uhr dort an. Da wir dann noch ein Parkhaus suchen und den Rest des Weges zu Fuß gehen mussten, hatten wir keine Zeit mehr etwas zu Essen. Ich kaufte noch schnell eine Tüte gebrannte Mandeln und jeder ging noch einmal auf die Toilette, denn die Lesung sollte 3 Stunden dauern.

Tja, wer das alte Metropol-Kino, dass nun zu einer Thalia-Filiale umgebaut wurde kennt, weiß, dass ist eine ganz einmalige Location. Die Lesung fand natürlich im Kuppel-Saal statt und als wir diesen endlich gefunden hatten (Wieso gibt es eigentlich bei KEINER Buchhandlung, in der ich bisher auf einer Lesung war, einen Hinweis darauf, wo man die Karten kaufen kann bzw. wo die Lesung denn stattfindet? Nicht jeder kommt aus der Stadt und kennt sich dort aus. Aber man fragt sich ja gerne durch). Als ich damals auf der Lesung von Trudi Canavan war, befand sich der Kuppel-Saal noch im Umbau und die Lesung fand in der Filiale statt.

Jedenfalls suchten wir uns zwei Plätze. Ich war überwältigt von dieser Atmophäre in dem Kuppelsaal mit seinen gemütlichen Kinosesseln (zum ersten Mal tat mir am Ende nicht mehr der Popo weh!). Da der Saal eher ein Säälchen war und nicht so groß, wie der Name vermuten lässte, war es eher eine gemütliche Runde, zumal nicht alle Plätze besetzt wurden.
Zur Begrüßung bekam jeder ein Gläschen Sekt oder Saft und so war es eine recht lockere Einstimmung. Bald kam auch Wolfram Kons, liess sich sein Micro anlegen und schwatzte mit einigen Leuten. Kurz darauf betrat das Autorenduo „Lars Kepler“ Alexandra und Alexander Ahndoril den Saal und setzten sich in die erste Reihe.

Wolfram Kons begrüßte die Besucher und zeigte mit seiner gewohnt lässigen Art, dass so ein Moderator einfach bessere Qualitäten hat, als so manch anderer. Er bot den Besuchern gebrannte Mandeln an, die er eigens auf dem Weihnachtsmarkt gekauft hätte und ging durch die Reihen, um mit dem Ein oder Anderen zu reden.

Dann begann das eigentliche Interview und das Autorenduo „Lars Kepler“ wurde vorgestellt.

Im Interview wurde über den Erfolg, insbesondere in Schweden, lustige Anekdoten und einiges Mehr berichtet. Alexandra und  Alexander Ahndoril erzählten, wie sie auf das Pseudonym „Lars Kepler“ kamen – es setzt sich zusammen aus Johannes KEPLER dem Wissenschaftler und Stieg LARSson, dem bereits verstorbenen Autor der Millenium-Trilogie, als eine Art Hommage an diese beiden. Weiters berichtete Alexander Ahndoril, dass sie unerkannt bleiben wollten, doch als Ihr erster Kriminal-Roman um den Finnen Joona Linna „Der Hypnotiseur“ so erfolgreich war, dass ganz Schweden Kopf stand, um die Identätit des Autors zu lüften. Eines Nachts sind dann einige Journalisten mit Taschenlampen auf ihrem Grundstück herumgelaufen und haben ihnen gesagt, sie sollten sich zu dem Roman bekennen. Am nächsten Tag gab es dann eine große Pressekonferenz.

Unterbrochen wurden die Interviews abwechselnd immer wieder von Auszügen aus dem neuen Kriminalroman „Paganinis-Fluch“, vorgelesen von Dana Geissler

und dem absoluten Showact des Abends, dem Violonisten Kirill Troussov, der zusammen mit seiner Schwester Alexandra Troussova, 3 Stücke von Paganini vortrug. Diese waren „La Capmanella“, „Cantabile“ und „Caprice 24“.

Da dies mein erstes Violin-Konzert war und dazu noch von so einem begnadeten Violinisten, war meine Begeisterung entsprechend hoch. Doch nicht nur ich ließ mich zu Standing Ovations hinreissen. Auch alle anderen waren schlichtweg von den Socken.

Viel zu schnell war dieses einmalige Buch-Event zu Ende. Zum Schluß konnte man sich in gemütlicher Runde mit allen unterhalten und seine Bücher signieren lassen. Das habe ich mir natürlich auch nicht nehmen lassen und habe mit dem Autorenduo ein nettes Schwätzchen über den an diesem Abend häufig auftretenden Namen „Alexandra“ gehalten 🙂

 

Jetzt muss ich nur noch das Buch lesen!

sanja