Author

sanja

Browsing

Maggie Stiefvater – Rot wie das Meer
Script5-Verlag
429 Seiten
ISBN: 978-3-8390-0147-9
18,95 €

Zur Autorin:
Maggie Stiefvater, geboren 1981, lebt mit ihrer Familie sowie zwei Hunden und einer verrückten Katze in den Bergen Virginias. Nähere Informationen gibt es unter: www.maggiestiefvater.de

Zum Buch:
Jedes Jahr am 1. November findet auf der abgelegenen Insel Thisby ein einmaliges Rennen statt. Das Rennen zieht die Menschen magisch an, denn die Teilnehmer sind schließlich magische Wesen, entsprungen den Wellen des Meeres und bestmöglich gezähmt.
Diese Wesen, Capaill Uisce genannt, kommen jedes Jahr einige Zeit vor dem ersten November aus dem Wasser an den Strand von Thisby. Warum, scheint niemand zu wissen. Für die Inselbewohner ist es jedoch die einzig mögliche Geldquelle, denn dadurch werden Scharen von Menschen angezogen und das Rennen wird wie ein ganzes Spektakulum aufgezogen. Doch diese Capaill Uisce kommen eigentlich nur an Land, um ihren Hunger nach Fleisch zu stillen. Immer wieder kommt es daher zu tödlichen Zwischenfällen, wenn diese Wesen durchdrehen und zurück ins Meer laufen oder Blut riechen.

Die Teilnehmer, die sich eines der Capaill fangen und zähmen, riskieren damit nicht nur ihr Leben, doch Ruhm und Ehre sowie ein Geldgewinn lassen es nicht an Teilnehmern mangeln.
Unter ihnen ist auch Sean Kendrick, der auf seinem Capaill Corr als Favorit ins Rennen geht, denn er hat das Skorpio-Rennen bereits vier Mal gewonnen.
Doch dieses Jahr ändert sich einiges. Als zum ersten Mal eine Frau an diesem Rennen teilnehmen will und das sogar auf ihrem gewöhnlichen Pony, steht die ganze Insel kopf.  Doch Kate „Puck“ Connolly erkämpft sich ihren Platz in der Männergesellschaft und zieht damit nicht nur Sean Kendrick auf ihre Seite.

Meine Meinung:
Zunächst war ich sehr skeptisch. Ein Buch über Pferde? War ich dafür nicht zu alt? Nun gut, ich zähle auch nicht vorrangig zur Zielgruppe, aber unterhalten sollte mich ein Buch auch dann können, wenn ich nicht zu der eigentlichen Zielgruppe gehöre. Dann begann ich zu lesen. Zunächst hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden. Doch nach kurzer Zeit, hatte sie mich gepackt, und zwar mit Haut und Haar!
Ich kann gar nicht genau beschreiben, was mich letztendlich so an diesem Buch fasziniert. Warscheinlich einfach das Gesamtpaket. Maggie Stiefvater versteht es mühelos, dem Leser all seine benötigten Informationen darzureichen, doch stets große Elemente im Dunkeln zu lassen; wie ein Bild, dessen Ränder verschwommen sind. Man erfährt einiges über die Insel Thisby und ihre Einwohner, doch über den Tellerrand hinaus, erhält man keine weiteren Informationen. Es ist, als wenn die Welt außerhalb der Brandung nur Erwähnung findet, um diese geheimnisvolle Insel zu mystifizieren.

Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, allen voran Puck Connolly, die so unerschrocken für ihre kleine heile Welt kämpft, dass sie sogar das gefährliche Inselrennen in Kauf nimmt, um ihr Heim zu retten. Nach dem Tod ihrer Eltern, lebt sie mit ihren beiden Brüdern alleine in ihrem Elternhaus. Doch Gabe, der Älteste, hasst die Insel und will sie verlassen. Als Puck dann auch noch dahinter kommt, dass das Elternhaus quasi überschuldet ist und sie es zu verlieren drohen, beschließt sie, sich für das Rennen anzumelden. Denn eines steht für Puck fest: So sehr ihr Bruder die Insel verlassen will, ebenso sehr will Puck dort bleiben und mit ihrem Pony die Weiten durchstreifen.

Ihr gefährlichster Gegner ist Sean. Er hat bereits vier Mal das Rennen gewonnen und hat vor, es auch dieses Mal für sich zu entscheiden. Denn für ihn steht genau so viel auf dem Spiel, wie für Puck. Er kämpft für das Capall Corr, das er gezähmt hat und das er bedingungslos liebt. Doch auch sonst ist sein Wissen auf der Insel gefragt: kein anderer, versteht die Capaill so sehr wie Sean Kendrick; als würde er tief in ihre Seele blicken und eins mit ihnen werden. Sean ist zwar ein sehr guter Pferdeflüsterer, kann aber auf der anderen Seite mit seinen Mitmenschen nicht viel anfangen.

Doch genau diese beiden Seelen treffen bei den Vorbereitungen auf das Rennen aufeinander und Sean ist so fasziniert von Puck und ihrem Mut, dass er beschließt ihr zu helfen, nichtahnend, dass dieses Mädchen ihm ebenso sehr helfen wird.

Aber auch Sean Kendrick hat einen gefährlichen Gegner, der ihn so sehr hasst, dass er dafür nicht nur das Leben der Capaill, sonder auch das seiner Mitmenschen aufs Spiel setzt. Seine Name: Mutt Mulvern, Sohn des reichsten Mannes der Insel und Besitzer des Pferdestalls, für den Sean arbeitet. Für ihn gelten keine Regeln und genau das macht ihn so gefährlich.

Am Ende stehen sie alle an der Startlinie des Skorpio-Rennen, doch nicht jeder von ihnen wird ins Ziel kommen und es kann nur einen Sieger geben. Wer hat das stärkste Capall und hat Puck auf ihrem Inselpony überhaupt eine Chance?

Die Geschichte wird getragen von großen Emotionen, nicht nur zwischen den Menschen und Tieren, sondern auch von der Liebe zur Freiheit und einer Insel, die dennoch rau und unnachgiebig ihre Opfer sucht. Maggie Stiefvater ist mit „Rot wie das Meer“ ein großartiges Buch gelungen, dass in seiner Andersartigkeit überzeugt. Bitte lest es! Fühlt mit Sean und Puck den Wind in den Haaren und lasst Euch von der Magie der Insel und der Capaill Uisce faszinieren.

sanja

und dieses Mal kein Buch!

Ich war mit meiner Familie am Samstag in Köln auf dem Weihnachtsmarkt. Es war echt… tödlich. Gedränge, Geschiebe und solche Menschenmassen, unfassbar. Wir haben jedenfalls beschlossen, nächstes Jahr in der Woche zu fahren und hoffen, dass dann weniger los ist.

Trotz der negativen Eindrücke, war es ein sehr schöner Tag und ich habe einen von den beiden Kerlchen mitgebracht (den anderen hatte ich schon im Vorjahr an dem gleichen Stand gekauft). Ich finde sie echt witzig und sie stehen jetzt in meinem Bücherregal.

Was habt Ihr noch im Bücherregal stehen?
sanja

7. Update – Donnerstag, den 07.12.2012 um 6:50 Uhr:
Heute ist Freitag und das bedeutet, mein kleines Experiment ist heute zu Ende. Das Buch werde ich heute Nachmittag zu Ende lesen, denn es gefällt mir wirklich gut.

Fazit: Was hat mir das ganze gebracht? Ich bin zwar generell müder, da ich zwar früher aufgestanden, aber natürlich nicht eher ins Bett gegangen bin. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht und ich konnte erleben, dass man auch mit wenig (Frei-) Zeit einen Moment finden kann, in dem man zur Ruhe kommt. Der Tag beginnt nicht wie sonst, sehr hektisch, sondern eher ruhig und gemütlich.

Wenn man sich einen Moment nur von dem Alltag lösen kann, um die Nase in ein Buch zu stecken, abzutauchen, alles um sich herum vergisst, kann es nur ein guter Tag werden. Man blendet einfach alles um sich herum aus und verschiebt den Stress um eine halbe Stunde nach hinten. Das ist toll!

Ich glaube, auch wenn ich jetzt nicht dauerhaft früher aufstehe, werde ich es doch hin und wieder mal machen und dann entspannter in den Tag starten.

Ich hoffe, mein Experiment hat Euch ebenso gefallen wie mir. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen.

Ich wünsche Euch einen tollen Start in den Freitag und ins Wochenende.

sanja


6. Update – Donnerstag, den 06.12.2012 um 6:59 Uhr:
Jetzt ist schon Donnerstag und mein kleines Experiment neigt sich langsam dem Ende zu. Das Buch werde ich wohl nicht schaffen. Trotzdem habe ich gelernt, dass man sich kleine Inseln schaffen muss und es sich immer lohnt, ein Buch aufzuschlagen, auch wenn man nur ein paar Minuten Zeit hat.

5. Update – Mittwoch, den 05.12.2012 um 7:00 Uhr:
Auch heute morgen habe ich wieder ein wenig verschlafen, dennoch hatte ich ne gute Dreiviertelstunde Zeit. Irgendwie starte ich entspannter und gelöster in den Tag. Trotzdem bin ich gewiss kein Frühaufsteher und das macht mir echt zu schaffen. Ich habe fast die Hälfte des Buches durch und ich finde es sehr spannend. Kann es nur empfehlen.

4. Update – Dienstag, den 04.12.2012 um 6.50 Uhr:
Heute habe ich verschlafen, da ich meinen Wecker beim ersten Klingeln aus gemacht anstatt auf Snooze zu drücken. Daher hatte ich heute nur eine halbe Stunde Zeit und habe ca. 30 Seiten geschafft. Ich lese wohl doch langsamer, als ich immer dachte. Das Buch ist sehr interessant und nimmt mich sofort mit, sobald ich die ersten Zeilen gelesen habe.
Jetzt muss ich aber langsam los!

 

3. Update – Montag, den 03.12.2012, 7:00 Uhr
So, der erste Tag ist geschafft und ich muss sagen, ich war positiv überrascht. Zunächst war ich so aufgeregt, dass ich schon wach war, bevor mein Wecker klingelte und dann auch recht zügig aufgestanden bin, doch trotzdem bin ich noch munter 🙂
Ich habe nicht ganz 60 Seiten geschafft, aber ich bin auch nicht der Schnellleser und meine Katze machte heute morgen einigen Terz.
Ich bin gespannt, wie es morgen wird.

2. Update – Montag, den 03.12.2012:
Es ist jtzt 5.30 Uhr und ich bin tatsächlich auf. Der Kaffee läuft und ich werde mich jetzt mit dem Buch „Ein Flüstern in der Nacht“ zurückziehen. Bis später!!

 

1. Update Sonntag, den 02.12.2012:

Wer mir auf Twitter folgt, hat letzte Woche morgens die Diskussion miterlebt. Auch hier auf dem Blog sind einige Kommentare mit unterschiedlichen Meinungen eingegangen.

Ich habe mir nun ein Buch ausgesucht (Ihr findet es im Logo). Ich bin wohl von allen am meissten gespannt :-) Ich kenne schließlich meine Gewohnheiten.

Ziel ist es ab morgen früher aufzustehen (im Idealfall 1 Stunde) und das Buch bis Freitag auszulesen.

Morgen früh geht’s los. Schaut immer mal wieder rein.

 

—-

Unbewusst hatte ich am frühen Mittwochmorgen auf Twitter eine kleine Diskussion ins Rollen gebracht, als ich der lieben Karla geantwortet hatte, dass ich so früh am Morgen nicht lesen könnte. Vor allem würde ich niemals früher dafür aufstehen, da ich ein echter Morgenmuffel bin und jede Minute, die ich im Bett bleiben kann, ausnutze.

Aber die Antwort von Karla gab mir zu denken: „Dann ist die @buchverrueck_de nicht buchverrückt genug!“. Kann das sein? Ist es wirklich so, dass ich aus Bequemlichkeit mein liebstes Hobby nach hinten stelle? Nooooin, das darf nicht sein!

Daher habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und werde nun einmal ein kleines Experiment starten. Damit es richtig weh tut, werde ich eine ganze Woche lang jeden Morgen 1 Stunde früher aufstehen, um dann zu lesen. Ich werde hier an dieser Stelle über den Fortschritt berichten. Heute Abend werde ich mir ein entsprechendes Buch aussuchen, dass ich dann speziell nur in diesen Morgenstunden lesen werde.

Also, am kommenden Montag geht es los und Freitag wird die Aktion wieder beendet. Das sind im Idealfall 5 x 1 Stunde Lesevergnügen pur. Da ich trotzdem ein sehr langsamer Leser bin, sollte das Buch natürlich nicht allzu viele Seiten haben. Gerne würde ich bis Freitag auch auslesen.

sanja