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sanja

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Wie gehst du vor, wenn du eine Rezension schreibst? Fängst du sofort an, nachdem du das Buch beendet hast? Machst du Notizen oder markierst wichtige Stellen? Schreibst du besonders gerne zu einer bestimmten Tageszeit, hast du »Schreibrituale«?

Ich bin wohl eher ein sehr chaoticher Rezensions-Schreiber 🙂

Ich mache mir keine Notizen sondern überlasse es eher dem Zufall, worüber ich letzendlich schreibe. Wenn ich das Buch lese, blende ich alles andere aus. Selten markiere ich mir mithilfe von Post Its Seiten bzw. Stellen, die mir ins Auge springen. Meister liegen die Post-Its jedoch gerade in einem anderen Zimmer und ich bin zu faul, die zu holen 😉

Wenn ich das Buch zu Ende gelesen habe, warte ich auch meist 1 bis 3 Tage, bis ich beginne, die Rezension zu schreiben. Doch da ich dann bereits wieder 1 oder 2 andere Bücher gelesen habe, fällt es mir schwer, mich an alles richtig zu erinnern. Manches Mal, wenn ich meinen Gedanken freien lauf lasse, fallen mir gute Sachen ein, die ich verwenden könnte, doch die muss ich dann sofort aufschreiben sonst sind sie weg. Der Alltag ist einfach zu vollgeknallt mit anderen Ding :/

Wenn es nun soweit ist und ich die Rezension schreibe, überleg ich erst einmal grob, was ich überhaupt mitteilen will, doch meist schreibe ich einfach drauf los. Das kann dann auch gut schon einmal 1-2 Stunden oder auch länger dauern. Hin und wieder muss ich meinen Entwurf abspeichern und am nächsten Tag noch einmal beginnen, weil mir irgend etwas nicht gefällt.

Eine feste Zeit oder ein Ritual habe ich nicht. Ich schreibe lieber am Wochenende, da hab ich einfach mehr Zeit. Deshalb „stauen“ sich die Rezensionen schon mal bei mir.

Ich werde in den nächsten Tagen mal überlegen, was ich in Punkto Rezensionen ändern kann, um es mir auch selbst leichter zu machen. Denn oft schiebe ich die Rezensionen auch auf, gerade weil ich so viel Zeit damit verbringe und das ist alles andere als sinnvoll.

Tolle Frage und danke für’s Nachdenken!

sanja

Arno Strobel – Der Sarg
Fischer-Verlag
364 Seiten
ISBN: 978-3-596-19102-4
9,99 €

Zum Autor:
Arno Strobel wurde im Jahr 1962 in Saarlouis geboren und lebt heute mit seiner Familie in Trier. Näheres unter
www.arno-strobel.de

Zum Buch:

Eva erwachte in vollkommener Dunkelheit“  Erster Satz S. 9

Der neue Roman von Arno Strobel entführt den Leser direkt mitten hinein in die Geschichte. Wo andere Autoren zaghaft beginnen die Charaktere einzuführen, fackelt Herr Strobel nicht lange und lässt den Leser direkt an dem persönlichen Albtraum der Protagonistin Eva teilhaben:
Sie erwacht in vollkommener Dunkelheit. Nur allmählich dämmert ihr, dass sie sich nicht mehr in ihrem Bett sondern ganz woanders befinden muss. Als sie versucht sich aufzurichten, stößt Eva sich den Kopf und begreift das ganze grauenvolle und klaustophobische Ausmaß ihres Dilemmas: Sie ist in einem Sarg eingesperrt und sie hat keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen ist! Sie versucht sich zu befreien und kann doch nichts ausrichten gegen diese Schwärze und Enge. Erschöpft schläft sie ein. Als Eva wieder erwacht, liegt sie in ihrem eigenen Bett und fragt sich, ob alles nicht nur ein sehr realer Albtraum gewesen ist. Wären da nicht die blauen Flecke und Schrammen an ihrem ganzen Körper gwesen, so als hätte sie mit aller Macht versucht, sich aus einem Sarg zu befreien. Eva kann sich keinen Reim darauf machen. Doch als sie die Tagszeitung aufschlägt, trifft sie fast der Schlag: eine Frau wurde gefesselt in einem Sarg gefunden. Nicht nur das: die Tote war ihre Halbschwester…

Hauptkommissar Menkhoff, den mancher noch aus „Das Wesen“ kennt und seine Partnerin Jutta ermitteln, kommen jedoch nicht so recht voran in diesem verzwickten Fall. Der Täter ist ihnen immer einen Schritt voraus. Ohne die Hinweise, die er der Polizei zukommen lassen würde, könnten sie wohl niemals den nächsten Tatort bzw, Sarg finden. Doch jedes Mal, wenn sie dort ankommen, ist das Opfer bereits erstickt.

Der Autor erzählt abwechselnd aus mehreren Sichtweisen: Zum einen sind da die Ermittler Menkhoff und Jutta, zum anderen begleitet der Leser Eva, eine gewisse Britta und „Ihn“ durch die Geschichte. Alle scheinen etwas miteinander zu tun zu haben. Was, wird jedoch erst zum Ende hin klar.

Herr Strobel versteht es, den Leser von der ersten Seite in seinen Bann zu ziehen. Die nur spärliche Bekanntgabe von Informationen, die schnellen Szenenwechsel und die kurzen Kapitel tragen zum Erfolg bei. Man will immer nur weiterlesen, kann nicht aufhören und begreift doch allmählich, dass der Täter losgelöst von allem menschlich erdenkbaren arbeitet und handelt.
Sehr eindringlich beschreibt der  Autor die Umstände, unter denen Eva leidert: ihre Gefangenheit, der Albtraum zwischen Realität und Wahnsinn sowie die Sorge um den eigenen Verstand.

Das eigentliche Thema des Buches, die Misshandlungen und der Missbrauch an Kindern, wird hier keinesfalls abgedroschen behandelt. Trotzdem musste es ausgerechnet wieder dieses Thema sein. Obwohl es mittlerweile zur Genüge als Hintergrund diverser psychopathischer Täter herhalten musste, habe ich doch noch etwas Neues gelernt. So muss das sein 😉

Für mich war es der erste Strobel, den ich im Rahmen einer Leserunde gelesen habe. Es wurde viel spekuliert, doch die Auflösung blieb für mich im Verborgenen. Ich mag es, wenn ich miträtseln kann und doch noch am Ende eine Überraschung auf mich wartet.

Der Pyschothriller hat mich überzeugt und wird mit Sicherheit nicht der Letzte von Herrn Strobel gewesen sein.

sanja

read-together17:00 Uhr: Endlich bin ich wieder daheim, nachdem ich den ganzen Tag bei Ikea stöbern und shoppen war. Eigentlich stand der Kauf eines neuen Bücherregals auf dem Plan, doch leider musste ich mit Schrecken feststellen, dass Ikea mein geliebtes Bestå-Bücherregal in Buche aus dem Programm genommen hat. Ist das denn zu fassen???? Ich muss mir jetzt eine Alternative überlegen. Hm.

Doch der Ärger wird beiseite geschoben, jetzt ist erst einmal Lesen angesagt 😉

Ich starte nun den Marathon mit dem ebook „Mila 2.0 – Origins – The Fire “ von Debra Driza und „Isabel Beto – An den Ufern des goldenen Flusses“

2013-02-02 17.17.51

18:45 Uhr: So, die Kurzgeschichte „Mila 2.0 Origins – The Fire“ ist gelesen. Ich hab direkt im Anschluß die ersten drei Kapitel von Mila 2.0 gelesen. Es ist interessant, ob wohl ich Mühe hatte in die englische Geschichte hineinzukommen. Bei „Life before Legend“ war es einfacher, da ich die Personen schon kannte…

Werde jetzt erst einmal etwas zu Essen machen, eine Flasche Wein wird geöffnet und vielleicht baue ich noch eben meine kleine Kommode zusammen und setze mich anschließend in mein Zimmer, um dort weiter zu lesen. Ich schätze mal, der Mann will fernsehen heute Abend.

 

22:30Uhr – 2. Update:
Habe jetzt die kleine Kommode aufgebaut, das Bett bezogen und Essen sowie Nachtisch zu mir genommen.

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Vor einer Weile ging  es los mit „Isabel Beto – An den Ufern des goldenen Flusses“, aber so wirklich weit bin ich noch nicht dazu gekommen zu lesen, da mir der Mann meinen Rechner wiedergebracht hat, den er ein wenig gepimpt hat 🙂

Ich werde jetzt einen letzten Versuch unternehmen und noch wenigstens ein Stündchen lesen, dann ist vermutlich Schicht bei mir.

Obwohl ich nur so kurz und unregelmäßig gelesen habe, fand ich es sehr schon und bin beim nächsten Mal bestimmt wieder dabei 🙂

 

Sonntag 11:20 Uhr – Letztes Update:
Viel zu schnell war der Tag gestern vorbei und blieb, zumindest bei mir, lesetechnisch relativ ungenutzt. Den halben Tag habe ich bei Ikea vertrödelt und dann Abends noch mein Zimmerchen fertig gemacht. Schön isses geworden, muss ich sagen 🙂

Tja, zum Lesen hatte ich dann dementsprechend irgend wie keine Lust / keine Zeit.

Gleich werde ich noch einmal kurz auf dem örtlichen Flohmarkt vorbeischauen (keine Onlinekäufe im Februar!) und 2 Rezis schreiben/vorbereiten. Den Rest des Tages wird gelesen. Muss ja noch ein wenig vorankommen diesen Monat. Nicht, dass mir am Ende des Monats wieder die Zeit davon läuft 😉

Und bei Euch? Wird heute noch ein #whb Tag drangehängt? Was sind Eure Pläne?
20:00 Uhr – Allerletztes Update: Jetzt habe ich doch noch ein Buch an diesem Wochenende beenden können.
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Somit hat sich der #whb doch noch gelohnt.
Gleich beginnt der neue Tatort. Danach werde ich noch ein wenig lesen, aber kein Update mehr schreiben.
War schön mit Euch und bis zum nächsten mal!

 

sanja