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sanja

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Da eine gesunde und abwechslungsreiche vegane Küche bei uns mittlerweile einen enormen Stellenwert hat, werden hier von Zeit zu Zeit ein paar Rezepte vorgestellt. Heute möchte ich Euch meine Top Ten Oatmeal Tipps vorstellen.

Bei mir steht es jeden Morgen auf dem Frühstückstisch und ich kann mir eine Welt ohne mein Oat überhaupt nicht mehr vorstellen!

  1. Haferflocken
    Haferflocken sind natürlich die Grundzutat für das Oatmeal. Gesund und sättigend durch verschiedene B + E-Vitamine, Folsäure, Magnesium und Zink, wichtige Aminosäuren und Eisen. Es unterstützt den natürlichen Verdauungsprozeß und macht lange satt. Hafer senkt den Blutzuckerspiegel und mindert das Alzheimerrisiko. Außerdem wurden Haferflocken bereits vor 5000 Jahren in Europa angebaut. Haferflocken bedeuten für mich immer ein Stück Kindheit, wenn ich Haferschleim bei Oma gegessen habe.
  2. Leinsamen
    Leinsamen quellen auf und sättigen lange. Ebenso fördern sie die Verdauung. Sie enthalten wichtige Ballaststoffe und weisen einen hohen Anteil an essentiellen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuen auf, die dem Körper durch die Nahrung zugeführt werden müssen.
  3. Gepuffter Amaranth 
    Amaranth zählt zu den sogenannten Pseudogetreiden. Es hat einen angenehm nussigen Geschmack und wertet mein Oatmeal einfach auf. Amaranth liefert unglaublich viel Protein und enthält außerdem Magnesium, Kalzium und Eisen. Zudem ist es glutenfrei.
  4. Kurkuma
    Kurkuma ist ein indisches Gewürz und gilt als wahres Wundermittel. Es kurbelt den Stoffwechsel an und hilft bei der Verdauung. Es enthält weiterhin ätherische Öle. Wer mehr erfahren will, sollte die Vorteile bei einer regelmäßigen Zufuhr googeln. Bei mir steht es täglich auf dem Speiseplan.
  5. Walnüsse
    Walnüsse haben einen ausgewogenes Verhältnis von essentiellen, mehrfach gesättigten Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Sie senken sowohl den Blutzucker- als auch den Cholesterinspiegel und sollen sogar dem geistigen Leistungsabfall im Alter vorbeugen. Also, nichts wie ran an die gesunde Nuss!
  6. Rohes Kakaopulver
    Natürlicher und unbehandelter Rohkakao steckt voller Mineralien wie Kalium, Eisen, Phosphor und Kupfer. Ebenfalls ist eine hohe Menge an Zink enthalten. Außerdem macht Kakao glücklich – das wussten schon die Mayas und Azteken!
  7. Bananen
    Bananen stehen bei mir täglich auf dem Speiseplan. Sie sättigen und sind ein wunderbarer Snack für unterwegs. Sie enthalten eine hohe Menge an Kalium und Magnesium und sind daher auch eine wichtige Quelle für Sportler.
    Am Besten sollten nur reife Bananen mit braunen Stellen auf der Schale gegessen werden, da diese bekömmlicher sind und eine andere Zusammensetzung enthalten, da bei der Reifung Stärke in Zucker umgewandelt wird.
    Im Oatmeal kann man sie einfach in Stücken genießen, als Bananenmilch oder aber als Nicecream. Besonders in den heißen Sommermonaten komme ich gern darauf zurück. Dafür einfach Bananen einfrieren und mit z.B. Sojadrink pürieren. Fertig ist ein gesundes Bananeneis.
  8. Äpfel
    ‚An apple a day keeps the doctor away‘, sagt schon ein altes Sprichwort. Mehr als 30 Vitamine und Spurenelemente liefert dieses kleine Multitalent. Man sollte aber darauf achten, dass er nicht gespritzt ist und aus heimischen Anbau kommt.
  9. Mandelmus
    Mandelmus oder Nussmus im allgemeinen darf auf meinem Speiseplan nicht fehlen. Hier sollte man aber auf die Qualität achten. Weißes Mandelmus ist teurer als braunes, was am Verarbeitunsprozeß liegt. Es liefert u.a. wertvolle Folsäure und Vitamine,  ist bei weitem aber kein Schlankmacher. Daher nicht übertreiben.
  10. Ungesüsste Soja- oder Nussdrinks
    Auf meinem veganen Speiseplan steht natürlich keine Kuhmilch. Da es aber mittlerweile im Handel Alternativen gibt, ist dies natürlich kein Problem. Diese Drinks sind so vielfältig, da es viele verschiedene Sorten gibt: wie z.B. Soja, Reis, Cashew, Mandel, Macadamia oder auch Haselnuss. Einfach mal ausprobieren, was Euch am Besten schmeckt oder jeden Tag variieren.

Oat Meal Collage

So, dass waren meine Frühstückstipps. Es gibt natürlich noch viel mehr Produkte, um sein Oatmeal aufzupimpen. Meine Empfehlung: einfach testen! Was schmeckt, wird beibehalten, was nicht schmeckt, wird ausgetauscht. Vor allem sollte Ihr gerade beim Obst die saisonale Vielfalt nutzen. Regional und Bio ist hier immer die bessere Wahl. Trotzdem esse auch ich beispielsweise Ananas und Orangen.

sanja

Königskinder stole my heart <3

Ich habe jetzt bereits schon drei Mal begonnen, diesen Artikel zu schreiben. Ich wollte einen wunderbaren Beitrag über den Königskinder Verlag schreiben, und wie mir im Oktober 2014 das Herz gestohlen wurde. Nein, nicht DAS Herz, sondern MEIN Herz. Aber irgendwie fällt es mir schwer, meine Liebe in Worte zu kleiden.

Gil Ribeiro – Lost in Fuseta
Kiepenheuer & Witsch
389 Seiten
ISBN: 978-3-462-04887-2
14,99 €

Zum Autor:
Gil Ribeiro alias Holger Karsten Schmidt, wurde im Jahre 1965 geboren und lernte Portugal während einer Interrail-Reise kennen. Seitdem ist er oft dorthin zurückgekehrt.
In Deutschland ist er unter seinem richtigen Namen als Drehbuchautor bekannt und hat schon etliche Preise erhalten, u.a. den Adolf-Grimme-Preis für das Drehbuch zu „Mörder auf Amrum“. Er lebt und arbeitet in Baden-Würtemberg.

Worum geht es?
Leander Lost, Kriminalkommissar aus Hamburg nimmt an einem Austauschprogramm von Europol teil, bei dem die besten Ermittler eines Landes getauscht werden, um die Ermittlungsarbeit grenzüberschreitend zu fördern.  Es verschlägt ihn nach Fuseta, an die Algarve. Doch die Kollegen, Sub-Inspektorin Graciana Rosado und Sub-Inspektor Carlos Esteves sind zunächst skeptisch. Der Alemão erscheint ihnen mehr als merkwürdig, in seinem schwarzen Anzug, der sie an einen Bestatter denken lässt und sein durchdringender Blick weckt Misstrauen. Was ist sein Geheimnis? Als Lost dann auch noch das Team verpfeift, scheint die ganze Transaktion schon gescheitert zu sein, bevor sie richtig begann. Doch Leander Lost erhält Zuspruch von ungewohnter Seite: Soraia, die Schwester von Graciana hat ihn durchschaut und setzt sich für ihn ein, denn Leander Lost ist Autist und zudem ein Savant mit einem fotografischen Gedächtnis.

Meine Meinung:
Als uns das Buch auf der Frankfurter Buchmesse 2016 vorgestellt wurde, war sofort  mein Interesse geweckt. Ich finde das Thema Autismus sehr interesant, seit ich das Buch Buntschatten und Fledermäuse (Rezi) gelesen habe. Wie baut man dies nun in einen Kriminalroman ein? Wie verhält sich der Protagonist in bestimmten Situationen? Ist dies glaubwürdig? Ich kann nur sagen: Ja, mir hat es sehr gut gefallen. Ich wurde bestens unterhalten, es gab den ein oder anderen Lacher aufgrund der Situationen und der Kriminalfall an sich, rüttelt sogar noch etwas am Weltbild und regt zum Nachdenken an!
Zwar gab es auch einige Stellen, bei denen mir die Handlung zu konstruiert erschien, aber alles in allem, ist es ein solider Krimi, der sich durchaus mit anderen messen lassen kann.

Die Kulisse in Portugal, die Einwohner und ihre Eigenheiten sowie das grandiose Wetter und die Meernähe wurden einfach wundervoll wiedergegeben, sodass man direkt Lust hat, den nächsten Urlaub zu buchen. Portugal steht sowieso auf meiner Liste der nächsten Urlaube weit oben. Auch das Cover wirkt, als könnte man einfach in die Kulisse eintauchen.

Leander Lost bleiben viele menschliche Züge fremd. Er versteht keinen Sarkasmus, kann Gefühle nicht richtig deuten und er kann nicht lügen. Genau das letzte Defizit wird zu einem echten Problem. Doch nach einem holprigen Anfang, der fast das Ende des Austauschprogramms bedeutet hätte, steht sein Team hinter ihm und beginnt seine Begabung – das fotografische Gedächtnis – für die Ermittlungen zu nutzen.

Der ersten Leiche folgen natürlich weitere und das Team wird immer tiefer in diesen Fall hineingezogen. es gibt neue Fakten, doch die kann ein spanischer Kollege, der den Fall nach einem Fauxpas übernimmt, nicht teilen. Ist er vielleicht darin verwickelt?

Graciana, Carlos und Lost nehmen die Witterung auf und decken damit nicht nur einen handfesten Skandal auf, sondern lösen gleichzeitig noch einen alten Mordfall.

Symphatisch war mir auch die junge Zara: Teenager und Vollwaise – sie mischt das Ermittlertrio ordentlich auf. Das sich am Ende ausgerechnet die beiden Außenseiter zusammenraufen, war zwar abzusehen, ich hoffe aber trotzdem, dass sie in weiteren Bänden wieder auftauchen wird.

Fazit:
Die Romanfigur Leander Lost bietet reichlich Facetten und bleibt trotzdem unergründlich. Er bringt frischen Wind in die Kriminalwelt, die manches Mal ausgelutscht wirkt. Gil Ribeiro ist mit dem liebenswerten Kommissar Leander Lost ein wahrer Treffer geglückt. Oft wirkt er schräg, doch dann wartet er mit tiefgründigen Aussagen auf und überrascht sowohl seine Kollegen als auch den Leser.

sanja