Über die Motivation und die Liebe


Tatsächlich ist schon wieder ein Jahr vorbei. Die Zeit rast nur so dahin. Wir werden älter, reifer, verändern uns und unseren Lesegeschmack. Wir lernen neue Freunde kennen und verlieren dafür alte.
Wie einem Baum wachsen uns neue Blätter heran und dafür sterben ungenutzte Potentiale. Im Frühjahr schlagen wir aus, sind voller Tatendrang, haben Ziele, sind voll motiviert. Wir haben Spaß, während die Tage länger werden und die Sonne uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Im Sommer sind wir zu voller Schönheit herangewachsen, lassen uns treiben. Die Tage werden heisser und wir gönnen uns eine kreative Pause. Dann kommt der Herbst, die Blätter fallen, die Temperatur sinkt, die Tage werden wieder dunkler. Doch wir sehnen uns weiterhin nach Wärme und Licht! Wir entwickeln noch einmal neue Ideen, bevor der Winter und die Dunkelheit Einzug einhalten. Am Ende sind die Blätter alle abgefallen und wir hoffen so sehr, dass der Frühling uns aus der Lethargie befreit. Wir schmieden Pläne für das kommende Jahr, nehmen uns viel vor, notieren unsere guten Vorsätze.

So ähnlich ist ist bei mir mit dem Bloggen. Am Jahresende denke ich immer: Nächstes Jahr musst du dir aber mehr Mühe geben! Und in der Tat, so ist es. Ich frage mich tatsächlich, wie andere es schaffen, das ganze Jahr stets motiviert zu bleiben. Bei mir gibt es immer mal wieder Phasen, in denen ich einfach mich selbst wieder finden muss, da ich mich offensichtlich unterwegs verloren habe. Doch nächstes Jahr wird alles besser. Wird es das? Ich glaube ja. Man motiviert sich selbst durch die Freude und den Spaß an den Dingen, die man liebt. Ich liebe Bücher und das Bloggen. So einfach ist das. Ich liebe es, stundenlang in Buchläden zu stöbern und neue Schätze auf meine Wunschliste zu packen. Cover anzusehen, Buchrücken zu streicheln, an den Seiten zu schnuppern, die verheissungsvoll den Duft der Imagination aussenden. Ich liebe es, neue Autoren kennenzulernen und ihre Geschichten zu erforschen. Dann fühle ich mich lebendig. Wenn ich in einem Buchladen stehe, mit all den tausenden Geschichten, Erzählungen und Erlebnissen, die aus den Buchdeckeln hervorlugen, bin ich wirklich glücklich. Natürlich kann ich in meinem Leben nicht mehr alles lesen, was ich gerne möchte. Jedoch kann ich meine Zeit versuchen bestmöglich zu nutzen und mich immer wieder neu motivieren. Durch meine Liebe zu Büchern und zum geschriebenen Wort. Sei es durch meine eigene Hand, durch meine Gedanken oder fremde Welten, die ich entdecke. Das ist es, was mich am Leben erhält. Worte, sind der Sauerstoff, der meine Lungen füllt. Gedanken, mein Katalysator, der meine Sinne entstaubt und somit lebendig erhält. Schreiben ist mein innerer Motor, der den Körper in Bewegung hält. Ich möchte nichts anderes tun.

Wenn ich das nächste Mal mit mir hadere und mich selbst als verloren glaube, muss ich mich daran erinnern: Worte. Sauerstoff. Gedanken. Katalysator. Schreiben. Bewegung. Und die Liebe, die Liebe die alles zusammenhält und als Rahmen dem Bild einen Sinn gibt.

Ich danke Euch allen, die Ihr mich bis hierhin begleitet habt und hoffe, Ihr seid auch nächstes Jahr wieder in meinem Leben vertreten.

Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und kommt gut ins neue Jahr!

Alles Liebe, Sanja

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