[Rezension]: Lars Kepler – Paganinis Fluch

Wenn Albträume Wirklichkeit werden – und selbst der Tod nicht davor schützt

Lars Kepler – Paganinis Fluch
Bastei-Lübbe
621 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2428-6
19,99 €

Zu den Autoren:
Hinter dem Pseudonym Lars Kepler verbirgt sich das schwedische Ehepaar Alexandra und Alexander Ahndoril. Sie leben mit ihren drei Kindern in der Nähe von Stockholm.
Als Ihr Debut “Der Hypnotiseur” in Schweden erschien, hat dies eine wahre Begeisterungswelle ausgelöst. Nicht zuletzt auch, weil die Leser wissen wollten, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt.
Ihr zweiter Kriminalroman “Paganinis Fluch” knüpft nahtlos an den Erfolg seines Vorgängers an.

Zum Buch:
Der finnischstämmige Ermittler Joona Linna hat es in seinem zweiten Fall mit einem äußerst perfiden, skupellosen und heimtückischen Mörder zu tun, der die schlimmsten Albträume seiner Gegner kennt – und diese auch wahr werden lässt.

Carl Pamcrona, Generaldirektor der staatlichen Waffenkontrollbehörde in Schweden wird erhängt in seiner Wohnung aufgefunden. Das Zimmer, in dem er sich erhängt hat, ist völlig leer und es gibt nichts worauf er hätte steigen können, um so den Sebstmord zu begehen.
Zeitgleich wird eine junge Frau auf einer leeren Jacht, die ziellos in den Schären treibt, gefunden. Doch auch ihr Tod gibt der Polizei Rätsel auf: Sie ist ertrunken, ihre Kleider sind jedoch völlig trocken und die Jacht intakt.

Es dauert nicht lange bis der alarmierte Ermittler Joona Linna sich in die Fälle verbeisst. Er gräbt und gräbt, obwohl die Ermittlungen bereits offiziell eingestellt sind und findet als einziger einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen. Fortan ist er davon überzeugt, dass eine dritte und vierte Person in Gefahr und auf der Flucht vor dem Mörder sind. Die Spuren führen Joona in hohe politische Kreise, aber gleichzeitig auch ins Waffenhändlermilieu. Beides scheint miteinander verwoben, aber er wird immer wieder ausgebremst. Seine einzige Verbündete: Saga Bauer vom Staatsschutz. Doch auch gemeinsam werden ihnen immer wieder Steine in den Weg gelegt, sogar aus den eigenen Reihen, die es zu bekämpfen gilt, wenn weitere Morde verhindert werden wollen. Der Täter ist ihnen immer einen Schritt voraus und verfolgt sein Ziel gnadenlos.

Es stand außer Frage für mich diesen Kriminalroman zu lesen, war ich doch damals auf der Lesung von Lars Kepler mit Kirill Troussov (einen Bericht findet Ihr hier) in Bonn. Die einzigartige Atmosphäre genügte, um mich schon im Vorfeld von dem zweiten Roman des Autorenduos zu überzeugen. Als ich dann auch noch von Bastei Lübbe für die Lesejury Oktober zum Nachfolger “Flammenkinder” ausgewählt wurde, musste ich noch schnell den zweiten Teil “einschieben”.

Dem Autorenduo ist es wieder einmal gelungen, ein hochaktuelles Thema in einen spannenden Kriminalroman zu integrieren. Ohne den Zeigefinger zu erheben, wird man auf das eigentliche Thema des Buches gestoßen: Waffengeschäfte, mit denen sich Millionen und Abermillionen verdienen lassen.

Es gibt mehrere Erzählstränge, die langsam und stetig aufeinander zulaufen. Gerade dies macht den Roman so spannend, da der Leser zunächst nicht weiß, wie er alles miteinander verbinden soll. Verwirrung ist angesagt und auch der Titel “Paganinis Fluch” hilft nicht wirklich weiter. Der schwedische Originaltitel heißt übrigens “Paganinikontraktet”, was soviel heißt wie, “Pagaganinis Vertrag”. Diesen Titel finde ich weitaus passender.
Im letzten Drittel fliegen die Seiten nur so dahin und enden abschließend in einem dramatischen Finale.

Mit Joona Linna, dem smarten, gutaussehenden, finnischstämmigen Ermittler ist Lars Kepler einer der besten Ermittler in der heutigen Zeit gelungen. Ein rauer Einzelkämpfer, jedoch mit einem weichen Kern und mit dem Blick fürs Wesentliche. Über sein Privatleben erfährt der Leser nur wenig. Aber gerade diese wenigen Andeutungen lassen erahnen, dass hier noch lange nicht das ermittlerische Ende erreicht ist. Der dritte Roman wartet schon und ist gerade erst am 12. Oktober erschienen. Und auch Flammendkinder steht seinem Vorgänger mal wieder in nichts nach.

Von mir gibt es volle 5 Punkte!

LG, Eure sanja

One thought on “[Rezension]: Lars Kepler – Paganinis Fluch

  1. Liebe Sanja,

    ich habe gesehen, dass du im letzten Jahr beim Weihnachtswichteln von Myriel von Lesen Beflügelt teilgenommen hast. Auch dieses Jahr soll es wieder ein Bücherweihnachtswichteln geben und da Myriel es dieses Jahr leider nicht ausrichten kann, habe ich mich dazu entschlossen es selbst zu organisieren. Da mein Blog nicht allzu bekannt ist, habe ich gedacht, ich schreibe ein paar von den Teilnehmern aus dem letzten Jahr an und frage nach, ob sie dieses Jahr auch gerne wieder mitmachen würden. Wenn du auch dieses Jahr wieder Lust aufs Bücherwichteln hast, dann kannst du dich unter diesem Link http://t.co/CbH0b6Re noch einmal genauer informieren und dich anmelden, wenn du möchtest.

    Ich würde mich sehr über deine Teilnahme freuen, denn je mehr mitwichteln, desto mehr Spaß macht es! 🙂

    Liebe Grüße
    Lena

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