[Rezension]: Krystyna Kuhn – Das Tal 2.1 – Der Fluch

Ein Geheimnis in der Vergangenheit:
Eine Gegenwart voller Gefahren.
Eine Zukunft, die über alles entscheidet.

Krystyna Kuhn – Das Tal 2.1 – Der Fluch
Arena Verlag
244 Seiten
9,99 €

Zum Inhalt:
Das erste Schuljahr am Grace College ist vorbei. Ein Jahr, in dem vieles passiert ist und noch mehr Fragen aufgeworfen wurden. Die Studenten haben sich noch nicht völlig von den letzten Ereignissen erholt, müssen sich aber auch auf das neue Schuljahr vorbereiten. Aber auch neue Studenten treffen ein und mit Ihnen kommt die Vergangenheit zurück, die vergessen und verdrängt werden wollte.

In diesem ersten Band der zweiten Season dürfen wir die sonderbare Einzelgängerin Rose näher kennen lernen. Rose, mit der die anderen Studenten nicht viel anfangen können, die aber irgendwie doch dazu gehört. Sie wird halt so genommen wie sie ist: eine verstockte Seele, die nichts über sich preisgibt und deren Äußeres schon eine Abgrenzung in sich darstellen soll, da sie sich als eigentlich hübsches Mädchen die Haare komplett abrasiert hat.

Im neuen Teil der Serie tappen wir als Leser schon auf den ersten Seiten mitten hinein in die Handlung: Muriel stirbt in einer verlassenen Gegend direkt unter den Augen von Rose, die nicht das geringste dagegen tun kann. Nachdem Rettung genaht ist, muss sich Rose einer unangenehmen Befragung durch die Polizei gefallen lassen.

Dann ein Sprung, eine Woche in die Vergangenheit. Nun erfahren wir nach und nach alles über die letzten Vorkommnisse. Gleichzeitig offenbart Rose ihre Vergangenheit, die sie für immer hinter sich lassen wollte.

Im neuen Schuljahr wird Rose Vertrauensschülerin und soll die Neuankömmlinge einweisen. Unter ihnen ist eine gewisse Muriel Anderson, ein stilles verängstigtes Mädchen, dass immer mehr den Kontakt zu Rose sucht und dabei doch unnahbar erscheint. Rose’ Interesse ist geweckt. Wer ist diese Muriel?
Aber auch ein anderer neuer Student kreuzt ihren Weg: George Tudor. Auch er wirkt sehr mysteriös und scheint immer im richtigen Moment aufzutauchen.

Rose beginnt mit ihren Nachforschungen und bald findet sie heraus, dass beide ebenfalls aus Boston stammen und irgendeine Gemeinsamkeit mit ihr zu haben scheinen. Alles läuft auf eine Party hinaus, vor zwei Jahren, auf der etwas Schreckliches passiert ist.
Nach und nach erfahren wir in Rückblenden die Ereignisse aus der Vergangenheit und lernen die Gründe für Rose’ Verhalten kennen. Ereignisse, die sie für immer verdrängen wollte. Doch Rose wird von ihrer Vergangenheit eingeholt und sieht bald ein, dass sie sich ihren dunklen Schatten stellen muß.

Ich habe dieses Buch mit gemischten Gefühlen angefangen. Zum einen wollte ich natürlich wissen, wie die Geschichten der Studenten aus dem Grace College weitergehen, zum Anderen hatte ich aber wenig Hoffnung, dass der neue Band besser sein würde als der Letzte, der mich maßlos enttäuscht hat. Doch ich wurde eines Besseren belehrt!
Im ersten Teil der zweiten Season läuft Krystyna Kuhn wieder zur Höchstform auf. Spannung, Vergangenheitsbewältigung und ein neuer Mord lassen nicht lange auf sich warten.

Während Tim, genannt der Duke, David, Katie und Robert den Eingang der unterirdischen Höhle zu finden versuchen, der plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist, stolpert Rose mitten hinein in ihren ganz persönlichen Albtraum. Rose stellt Nachforschungen an und alle Ergebnisse verweisen auf Muriel Anderson, eine neue Studentin, die kurz nach ihrer Ankunft im Tal ermordet wird. Rose weiß nicht warum. Sie weiß nur eins, nämlich, dass Muriel ihr vor ihrem Tod noch den Namen ins Ohr gehaucht hat, den sie für immer vergessen wollte: J.F. Und schon muss Rose sich mit ihrer Vergangenheit auseinander setzen. Jemand ist hinter ihr her, doch sie muss sich den Ereignissen aus der Vergangenheit stellen, um die Gegenwart zu verstehen. Dabei ist sie, bis auf wenige Ausnahmen völlig auf sich allein gestellt.

Nach und nach erfährt der Leser die ganze traurige Geschichte von Rose, die sie dazu gebracht hat, das Land zu verlassen und im weit entfernten Grace College ihr Studium aufzunehmen. Eine Geschichte, die die unscheinbare Rose in ein ganz anderes Licht stellt und dem Leser endlich näher bringt.

Abwechselnd erzählt Rose aus ihrer Sicht die aktuellen Geschehnisse und taucht zwischendurch immer wieder in die Vergangenheit ein. Stückchen für Stückchen kommt der Leser hinter die ganzen Zusammenhänge. Doch dann ist es fast zu spät.

Unterbrochen werden die Geschichten um Rose nur durch die Tagebuchaufzeichnungen von Dave Yellad, dem Urgroßvater von Tim, der seinerzeit ins Tal gereist ist und mehr übr diese geheimnisvollen Pilze in Erfahrung bringen wollte, die im Dunkeln leuchten und die Ben beinahe im letzten Teil das Leben gekostet hätten.

Alles in allem kann ich nur ein großes Lob aussprechen. Kystyna Kuhn ist wieder voll in ihrem Element und hat mich wissen lassen, was ich einst so an der Serie gemocht habe. Außerdem ist uns Gewiß: Noch immer gilt es weitere Geheimnis zu lösen.

Ich bin gespannt auf den nächsten Teil – Das Erbe – der im nächsten Februar erscheinen wird.

Einzig die komische Farbe des Covers läßt zu wünschen übrig 🙂

Von mir gibt es die volle Punktzahl – 5 von 5!

LG sanja

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