[Buchverrueck.de unterwegs]: Wer Wind sät… wird Applaus ernten

Gestern war ich auf de Lesung von Nele Neuhaus in Dortmund, die ihr neues Buch
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Die Lesung war gut besucht und soweit ich das beurteilen kann auch ausverkauft.

Um 20.15 Uhr ging es los: Nele Neuhaus wurde von einer Mitarbeiterin der Mayerschen Buchhandlung vorgestellt.

Danach erzählte Nele Neuhaus selbst einiges über sich: Wie sie zum Schreiben kam und wie sie angefangen hat ihr erstes Buch “on demand”, also im Selbstverlag zu drucken. Die Bücher wurden kurzerhand in der Garage geparkt und in der Familien-Fleischerei, die sie zusammen mit ihrem Mann führt, neben Wurst und Sonntagsbraten angeboten. Im Weihnachtsgeschäft und dank Nele Neuhaus’ Geschäftsinn waren alle 500 Erstdrucke nach kurzer Zeit ausverkauft. Ihr Mann habe damals gedacht: “Gott sei Dank! Jetzt ist es vorbei”, erinnerte sie sich. Doch dann ging es erst richtig los: Das nächste Buch wurde bereits mit einer Auflage von 5000 Stück gedruckt und zunächst auch noch in der Garage zwischengelagert. Um dem wachsenden Ansturm der Bestellungen gerecht werden zu können, wurden kurzerhand die Auslieferfahrer mit eingespannt und lieferten neben der “Wurscht” auch ihre Bücher an die im Umkreis liegenden Buchhändler aus. Bis eines Tages der Ullstein-Verlag auf Nele Neuhaus aufmerksam wurde und ihren mittlerweile 3. Krimi “Tiefe Wunden” veröffentliche. Dieser erklomm auf Anhieb die Spiegel-Bestsellerliste.

Zwischendurch wurde natürlich auch aus dem neuen Kriminalfall “Wer Wind sät” gelesen, in dem die beiden Ermittler plötzlich im Umfeld einer Bürgerinitiative ermitteln, die gegen den geplanten Bau eines Windparks kämpft. Der Roman erschien gerade erst am 13.05.11 und schoss direkt auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller-Liste.

Was ist dran am Nele-Neuhaus-Phänomen? Sie ist wohl deshalb so erfolgreich, weil sie einfach eine von “uns” ist. Die nette Frau von nebenan, die in ihrem Heimatstädtchen in Kelkheim auch immer noch (allerdings seltener) in der Fleischfabrik ihres Mannes mit anpackt- und weil die Tatorte direkt vor der Tür liegen. Gut, ok, jetzt nicht direkt vor meiner Tür, da ich in NRW lebe und rund 200 km dazwischen liegen. Aber gerade das Gefühl, die Personen aus den Romanen könnte man tatsächlich kennen, macht wohl den Reiz aus. Sogar die Koreaner konnten sich dem Reiz nicht entziehen. Schon “Schneewittchen muss sterben”, der 4. Teil der Taunus-Reihe wurde in 15 Sprachen übersetzt.

Alles in allem war es ein sehr schöner und informativer Abend. Bei der nächsten Lesung bin ich wieder dabei. Wenn der 6. Teil erscheint…

Leider muss ich gestehen, dass ich das neue Buch noch nicht gelesen habe, aber das wird in Kürze nachgeholt. Versprochen!

Signiert wurde zum Schluss natürlich auch noch:

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