Sommerregen

Die Tropfen fallen sachte und langsam,
dann immer heftiger.
Der Wind treibt sie ohne Unterlass
an mein Fenster.
Wieder denke ich an dich,
sehe dein Bild vor mir.

Ich schaue mich um, doch du bist nicht da,
wirst es nie wieder sein.
Mein Herz klopft, wie immer,
wenn ich an dich denke.
Ich sehe dich vor mir:
Dein Lächeln,
deine sanften Augen, die zu sagen scheinen:
Alles wird gut!
Doch das wird es nicht.
Nicht jetzt, nicht hier.

Die Tropfen beginnen wieder langsamer zu fallen,
gleiten sachte zu Boden und werden schliesslich zu Schnee,
der auf die Erde rieselt.
So rein, so weiß.

Ich sehe aus dem Fenster.
Dein Spiegelbild, dass mich betrachtet.
Deine Augen! – Alles wird gut.
Doch nicht dieses Mal.

Ich spüre deinen Atem in meinem Nacken,
der mich sanft streichelt.
Doch es ist nur der Nachtwind,
der mich besucht.
Ich spüre deine Umarmung, die mich schützt,
immer schützen wird.
Wie ein Engel, der an meiner Seite wacht.
Ein Engel?

24. Juli 2000

 

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