Meeresgeflüster

Wenn ich hier sitze und auf ‘s Meer hinausblicke,
empfinde ich für einen kurzen Moment,
einen Augenaufschlag etwa,
tiefen Frieden.

Ich sehe den Wellen zu, die an den Strand spülen
und lasse meinen Gedanken freien Lauf.

Wenn ich ein Maler wäre,
so würde ich die Wellen langsam um die Klippen tosend zeichnen.
Die Sonne würde sich an Tausend Stellen auf der Wasseroberfläche brechen
und so einen magischen Moment erzeugen.

Wenn ich ein Dichter wäre,
würde ich die Worte mit Bedacht wählen,
die zu beschreiben versuchen, was ich empfinde.

Doch ich bin weder Maler noch Dichter und meine Versuche,
meine Gefühle auf ein kleines Stück Papier zu bannen, endlich kläglich im Nichts.

Im Nichts der tosenden Wellen,
erstickend in den Tiefen des Ozeans
und leise flüsternd.

August 2002

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.