[Rezension]: Cornelia Funke – Reckless – Steinernes Fleisch

Zum Inhalt:

Jakob Reckless hat einen Fehler gemacht nach all den Jahren der Vorsicht:
Sein Bruder Will ist ihm hinter den Spiegel gefolgt.
In eine Welt, in der die dunkelsten Mächte wahr sind und der Fluch einer Fee  Steinernes Fleisch  sät.

Viele Jahre lang hat diese Welt für Jakob Zuflucht und Zuhause bedeutet, und er hat als Schatzjäger für Kaiser & Könige magische Dinge gesucht, die sich in Wäldern und Hügel verbergen.

Aber als Wills Haut sich in Jade verwandelt, muss Jakob nur noch eines finden:
Die Medizin, die seinen Bruder rettet.
Beeil dich, Jakob Reckless, der Stein wächst schnell.

Meine Meinung:

Ich bin völlig unvoreingenommen an das Buch herangetreten. Ich hatte die Tintenwelt-Triologie vorher nicht gelesen und kann Reckless, daher nicht vergleichen.

Doch nun zum Anfang: Ich habe das Buch diekt am Erscheinungstag gekauft. Ich war soo neugierug, dass ich es direkt haben musste. Einige Tage später habe ich damit angefangen. Fast ehrfurchtsvoll habe ich die Seiten umgeblättert und mit dem ersten Kapitel begonnen… 2 Tage später hatte ich es ausgelesen.

Ich muss sagen, es hat mich leider nicht ganz überzeugt. Das Buch enthielt viele Dinge, die ich toll fand, z.B. das Mädchen, das sich Mithilfe eines Fuchsfells in ebendieses Tier verwandelt. Toll fand ich auch die Idee, dass Jakob im Dienste der Kaiserin stand und für sie die tollsten “Requisiten” aus der Märchen jagte. Allerdings hätte ich mir aus einer Welt “in der Grimm’s Märchen Wirklichkeit werden” mehr versprochen. Es blieb leider nur bei einigen Details am Rande…

Das Buch an sich ist gut und spannend geschrieben. Eindrucksvoll beschrieben fand ich, Jakobs Flucht aus der realen Welt und die Zerrissenheit, da er selbst nach Jahren der Abwesenheit immer wieder nach Hause zurückkehrte, um seinen Bruder zu besuchen. Merkwürdig hingegen fand ich, dass der Bruder nicht früher versucht hat herauszufinden, wohin sein Jakob verschwindet. Auch das es der Mutter egal zu sein schien. Dahingehend hätte man die Geschichte noch vertiefen können. Am Ende bleibt auch die Frage, was mit dem Vater passiert ist und ob er diesen noch einmal wieder sehen wird.

Wie gesagt, der eindruckvollste Charakter, meiner Meinung nach, war Fuchs. Das Mädchen, dass so sehr an Jakob hängt, dass es ihm überall hin folgt und selbst Jahre wartet, bis er wieder auftaucht. Ihre Zerissenheit, sich nicht entscheiden zu können, als Fuchs oder als Mädchen zu leben, war sehr gut beschrieben. Eindrucksvoll fand ich auch die tiefe Freundschaft zu Clara, die sie dazu veranlasst, öfter ihr Fuchsfell abzulegen.

Alles in allem, ist es eine in den Ansätzen tolle Geschichte, die bei besserer Umsetzung, überragend hätte sein können!

Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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